Eisbär
Das größte Landraubtier der Erde und der Grund, warum auf Spitzbergen jeder Landgang eine Sicherheitsfrage ist — in der Antarktis gibt es ihn nicht.
Ein Meeressäuger auf vier Beinen
Der wissenschaftliche Name bedeutet „Seebär", und das ist genau: Der Eisbär jagt vom Meereis aus, vor allem Ringelrobben an deren Atemlöchern. Ohne Eis fehlt ihm die Jagdplattform. Deshalb hängt sein Vorkommen weniger am Land als an der Lage der Eiskante — und deshalb sind Reisen im Frühsommer, wenn das Packeis noch weit südlich steht, die aussichtsreichsten.
Was das für einen Landgang bedeutet
Auf Spitzbergen schreibt der Sysselmester vor, dass außerhalb der Siedlungen geeignete Mittel zum Abschrecken von Eisbären mitgeführt werden. Auf einer Expeditionskreuzfahrt übernehmen das die Guides: Sie sichern den Landeplatz vorab ab und stellen Posten. Wird ein Bär gesichtet, endet der Landgang und die Beobachtung findet vom Wasser aus statt.
Warum es in der Antarktis keine gibt
Eisbären sind eine rein arktische Art. Zwischen Arktis und Antarktis liegen die Tropen, die für ein an Kälte angepasstes Landraubtier unüberwindbar sind. Pinguine und Eisbären treffen deshalb nur im Zeichentrickfilm aufeinander.
Häufige Fragen zum Eisbär
Wo kann man Eisbären sehen?
In der Arktis, auf Reisen nach Spitzbergen und Grönland. Die besten Chancen bestehen entlang der Packeisgrenze, vor allem im Frühsommer.
Gibt es Eisbären in der Antarktis?
Nein. Eisbären kommen ausschließlich in der Arktis vor; die Tropen trennen beide Polargebiete.
Wie schützt man sich auf Spitzbergen vor Eisbären?
Außerhalb der Siedlungen sind geeignete Abschreckmittel vorgeschrieben. Auf einer Expeditionskreuzfahrt führen die Guides die Waffen, sichern den Landeplatz und stellen Posten — Gäste brauchen keine eigene Ausrüstung.
Wie schwer wird ein Eisbär?
Ausgewachsene Männchen erreichen bis zu 600 Kilogramm, Weibchen etwa die Hälfte.