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Expeditions-Guide

Jahreszeiten am 78. Breitengrad.

Spitzbergen kennt zwei Extreme: Polartag (Mitte April bis Ende August — die Sonne geht nicht unter) und Polarnacht (Ende Oktober bis Mitte Februar — die Sonne geht nicht auf). Dazwischen: magisches Zwielicht. Jede Saison hat ihren eigenen Zauber.

März – April: Polarnacht endet

Die Sonne kehrt zurück. Skitouren-, Schneemobil- und Hundeschlitten-Saison. Magisches Licht-Schauspiel in den Übergangszeiten. Packeis ist noch weit ausgedehnt. Tiefe Temperaturen (–20 °C nicht selten). Für Abenteurer und Fotografen.

Mai – Juni: Licht & Eisbären

Das Meereis löst sich. Die besten Chancen auf Eisbären am Packeisrand. Erste Schiffsausfahrten starten. Mitternachtssonne scheint schon den ganzen Tag. Brutvögel kehren zurück (Dickschnabellummen, Papageientaucher, Elfenbeinmöwen).

Juli – August: Hochsommer

Packeis ist am weitesten zurückgegangen — Spitzbergen-Umrundungen möglich. Walrosse in großen Kolonien, Belugas in den Fjorden, Polarfüchse mit Welpen. Wärmste Zeit (+5 bis +10 °C in Longyearbyen), auf See aber weiter bitterkalt.

September: Herbst & Nordlicht

Die Mitternachtssonne endet. Nordlicht beginnt wieder. Rentiere bekommen Winterfell. Herbstfarben in der Tundra. Weniger Schiffe unterwegs — ruhigere Ausfahrten.

Oktober – Februar: Polarnacht

Keine Expeditionsschiffe mehr unterwegs. Aber: Longyearbyen ist Winter-Destination für Polarlicht-Reisende, Hundeschlitten-Fahrten, Schneemobil-Touren ins blaue Zwielicht.

Unser Tipp Für klassische Expeditionskreuzfahrten: Juni (beste Eisbär-Chancen) oder Juli (Umrundung möglich). Für Fotografen & Abenteurer abseits der Saison: März/April mit Schnee und Zwielicht. Für Nordlicht-Jäger: September oder Januar/Februar.
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