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Spitzbergen-Kreuzfahrten mit kleinen Schiffen

Borebukta, Spitzbergen: aufgebrochenes Fjordeis und gestrandete Eisschollen vor verschneiten Bergen

Spitzbergen ist kein Ziel für große Kreuzfahrtschiffe. Die Buchten sind eng, die Ankerplätze flach, und fast alles, was diese Reise ausmacht — die Packeisgrenze, ein Walrossstrand, eine Gletscherkante aus nächster Nähe — erreicht man nur mit dem Zodiac. Wie viele Gäste an Bord sind, entscheidet deshalb unmittelbar darüber, wie viel Zeit Sie an Land verbringen.

Wir vermitteln ausschließlich Expeditionsschiffe: vom Zwölf-Personen-Segler bis zum modernen Expeditionsschiff mit 200 Gästen. Diese Seite erklärt, was die Größenklassen praktisch bedeuten — und welches Schiff zu welcher Art von Reise passt.

Unsere Schiffe im Überblick

16 Expeditionsschiffe, sortiert nach Gästezahl — von 12 bis 199 Gästen.

Segler & Micro-Schiffe — bis 20 Gäste

Schiff Gäste Crew Baujahr Reisen
MS Sjøveien 12 1964 3
MS Stockholm 12 7 1953 3
SV Meander 12 5 1946 3
MS Balto 12 8 1975 2

Kleine Expeditionsschiffe — 21 bis 99 Gäste

Schiff Gäste Crew Baujahr Reisen
SV Rembrandt van Rijn 33 12 1947 11
MS Quest 53 25 1992 6

Klassische Expeditionsschiffe — 100 bis 140 Gäste

Schiff Gäste Crew Baujahr Reisen
MS Plancius 108 40 1976 11
MS Ortelius 108 44 1989 12
MS Sea Spirit 114 76 1991 5
MS Expedition 128 77 1976 3
MS Sylvia Earle 130 75 2022 6
MS Greg Mortimer 132 75 2019 10
Ocean Explorer 138 105 2021 5

Größere Expeditionsschiffe — 141 bis 200 Gäste

Schiff Gäste Crew Baujahr Reisen
MS Spitsbergen 150 57 2009 3
MS Hondius 170 71 2019 17
Ultramarine 199 140 2021 8

Was heißt „kleines Schiff“ bei einer Spitzbergen-Kreuzfahrt?

In der Expeditionsschifffahrt gilt ein Schiff bis etwa 200 Gäste als klein — gemessen an Hochseekreuzfahrern mit 3.000 Passagieren stimmt das auch. Für den Ablauf an Bord ist die entscheidende Schwelle aber eine andere: Bis rund 120 Gäste kommen bei einer Anlandung alle gleichzeitig an Land. Darüber wird in Gruppen rotiert, und Ihre Zeit an Land halbiert sich rechnerisch.

Warum kommt man auf kleinen Schiffen schneller an Land?

Ein Zodiac fasst etwa zehn bis zwölf Personen. Ein Schiff mit 100 Gästen braucht also rund zehn Boote und etwa eine halbe Stunde, bis alle an Land sind — und dieselbe Zeit zurück. Bei zwölf Gästen ist das eine einzige Bootsfahrt. Kleine Schiffe schaffen dadurch häufig zwei Anlandungen am Tag statt einer, und sie können spontan reagieren, wenn ein Eisbär gesichtet wird oder sich das Wetter dreht.

Segelschiff oder Motorschiff?

Die Segler in unserem Programm — SV Rembrandt van Rijn und SV Meander — fahren unter Motor, wenn es die Eislage verlangt, und setzen Segel, wenn Wind und Route es zulassen. Sie sind die ursprünglichste Art, Spitzbergen zu erleben: klein, leise, nah am Wasser. Motorschiffe wie MS Quest oder MS Plancius sind eisverstärkt, komfortabler ausgestattet und wetterunabhängiger. Eine Umrundung des Archipels planen Sie besser mit einem Motorschiff.

Welches Schiff passt zu welcher Art von Reise?

Wer Fotografie ernst betreibt oder maximale Nähe sucht, ist auf einem Micro-Schiff mit zwölf Gästen richtig — dort bestimmt die Gruppe den Tagesablauf mit. Wer Wert auf Kabinenkomfort, Vorträge eines größeren Expeditionsteams und stabile Seetage legt, fährt mit einem Schiff der 100- bis 170-Gäste-Klasse besser. Beides sind Expeditionsreisen; der Unterschied liegt im Rhythmus, nicht im Anspruch.

Was kostet eine Spitzbergen-Kreuzfahrt mit kleinem Schiff?

Wir haben derzeit rund 180 Spitzbergen-Reisen im Programm. Die günstigsten kurzen Fahrten beginnen bei etwa 1.350 € pro Person, der übliche Rahmen liegt zwischen 4.150 € und 14.200 € — je nach Schiffsklasse, Kabine und Dauer. Die Reisen dauern zwischen 6 und 23 Tagen. Pro Nacht gerechnet sind kleine Schiffe teurer, weil sich die Fixkosten auf weniger Gäste verteilen; dafür sind ihre Reisen oft kürzer. Der verbindliche Preis steht bei jeder einzelnen Reise. (Stand: August 2026)

Häufige Fragen

Welche Spitzbergen-Kreuzfahrten sind die besten?

Die Frage lässt sich nicht mit einem Schiffsnamen beantworten, sondern nur mit Ihrem Reisemonat. Wer Packeis und Eisbären sehen will, fährt Ende Mai bis Anfang Juli nach Nordspitzbergen — dann steht die Eiskante noch weit im Süden. Wer die komplette Umrundung sucht, braucht Juli oder August, weil der Osten vorher meist zugefroren ist. Und wer Walrosse, Vogelfelsen und lange Anlandungen möchte, ist auf einem Segler wie der SV Rembrandt van Rijn mit 33 Gästen besser aufgehoben als auf einem Schiff mit 200. Die ehrliche Antwort lautet deshalb: Das beste Schiff ist das kleinste, das Ihre Wunschroute in Ihrem Wunschmonat fährt.

Kann man mit dem Schiff nach Spitzbergen fahren?

Ja, aber nicht mit einer Fähre — eine Linienschifffahrt nach Spitzbergen gibt es nicht. Die Anreise erfolgt normalerweise per Flug nach Longyearbyen, meist über Oslo oder Tromsø, und die Expedition beginnt im Hafen. Wer die Überfahrt selbst erleben möchte, findet sie in unserem Programm als eigene Reise: Die MS Ortelius und die MS Plancius fahren ab Aberdeen in Schottland über die Fair Isle und Jan Mayen bis nach Spitzbergen. Das sind mehrere Tage offene See mit Sturmvögeln und Walsichtungen — die Anreise wird dabei zum Teil der Reise, nicht zur Vorstufe.

Welche Expeditionsschiffe werden für Abenteuerreisen genutzt?

In der Arktis fahren im Wesentlichen drei Größenklassen. Segelschiffe und Micro-Expeditionsschiffe nehmen 12 bis 33 Gäste — dazu gehören die SV Meander mit 12 und die SV Rembrandt van Rijn mit 33 Plätzen. Klassische Expeditionsschiffe wie die MS Plancius und die MS Ortelius fahren mit je 108 Gästen; sie sind eisverstärkt, haben genügend Zodiacs für alle gleichzeitig und gelten als Standard für Spitzbergen. Darüber beginnen die Komfortschiffe wie die HANSEATIC nature mit 230 Gästen, die mehr Bordkomfort bieten, an Land aber in Gruppen rotieren müssen. Für Abenteuerreisen im engeren Sinn — Packeis, spontane Routenwechsel, zwei Anlandungen am Tag — kommen praktisch nur die ersten beiden Klassen infrage.

Wie viele Gäste hat ein kleines Expeditionsschiff in Spitzbergen?

Unsere Spitzbergen-Schiffe fahren mit 12 bis 200 Gästen. Die Segler und Micro-Schiffe nehmen 12 Gäste, die klassischen Expeditionsschiffe wie MS Plancius oder MS Ortelius jeweils 108, die größten in unserem Programm bis 199.

Warum ist ein kleines Schiff in Spitzbergen besser?

Vor allem wegen der Anlandungen. Je weniger Gäste an Bord sind, desto schneller sind alle mit dem Zodiac an Land und desto mehr Zeit bleibt dort. Kleine Schiffe erreichen außerdem flachere Buchten und engere Fjorde und können ihre Route kurzfristig ändern, wenn Tiere gesichtet werden.

Kann man Spitzbergen mit einem Segelschiff umrunden?

Eine komplette Umrundung des Archipels hängt stark von der Eislage ab und wird überwiegend mit eisverstärkten Motorschiffen gefahren. Segelreisen konzentrieren sich meist auf die Westküste und den Nordwesten Spitzbergens.

Sind kleine Schiffe teurer als große?

Pro Nacht meist ja, weil sich die Fixkosten auf weniger Gäste verteilen. Die Reisen sind dafür oft kürzer, sodass der Gesamtpreis nicht zwangsläufig höher liegt. Die konkreten Preise stehen bei jeder Reise.

Welches Schiff passt zu Ihnen? Wir vermitteln alle hier gelisteten Schiffe und kennen sie aus eigener Anschauung. Sagen Sie uns, worauf es Ihnen ankommt — wir sortieren die passenden Termine für Sie heraus.
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